Vom Gänsegässchen leiten uns die Löwentatzen in den Dahliengarten. Na ja, in der Adventszeit ist es wohl eher eine Ruheoase im Tannengarten. So spazieren wir schon bald weiter zum Hexenturm. Das ehemalige Niedertor zählt zu den spärlichen Überresten der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer. Lange Zeit besaß der Turm an der zur Stadt zugewandten Seite keine Außenwand. Was sich für uns erst einmal seltsam anhört, machte im Mittelalter durchaus Sinn.
Denn gelang es einem Angreifer, den Turm einzunehmen, so standen die Eindringlinge ungeschützt im Freien. Nachdem im 17. Jahrhundert die Eingangstüren zugemauert wurden, diente der Turm als Gefängnis für vermeintliche Hexen. Gleich neben dem Hexenturm befindet sich das letzte Tor der Vauban-Befestigung, das Straßburger Tor. Es ist reich mit militärischen Symbolen, aber auch dem Schlettstädter Löwen und dem Erzengel Michael verziert.