Für das Große Bollwerk selbst können wir uns gerne etwas mehr Zeit gönnen. Neben altertümlichen Kanonen informiert eine Ausstellung über die Arbeiten zur Restaurierung der Burg und Sorgfalt, mit der Ebhardt die vor Ort gefundenen Artefakte behandelte. So sehen wir eine Wetterfahne mit dem Wappen der Thiersteins, welche ursprünglich auf einem der Burgtürme angebracht war. Zudem sind hier ausgewählte Fund- und Bruchstücke ausgestellt: Eisenteile von Türen und Truhen, Ofenkacheln, Dachziegel, Glasscherben und vieles mehr, was hier vom 12. bis 17. Jahrhundert in Gebrauch war und die Zeit mehr oder weniger gut überdauert hat.
Zuletzt begeben wir uns in den Mittelalterlichen Garten. Er wurde 2001 in der Annahme angelegt, dass die Festung einst von einem solchen Garten umgeben war. Er befindet sich auf der Südseite der Burg bzw. außerhalb der Befestigungsanlagen, sodass hier mehr Licht einfällt. In den mit Ästen akkurat eingefassten Hochbeeten wachsen Kräuter und Gemüse, aber auch Rosen, Ringelblumen und Malven. Kleine Schilder helfen, die Pflanzen zu bestimmen. Anders als die inneren Teile der Festung ist der Garten von Mai bis Ende September frei zugänglich und mit seinen lauschigen Plätzchen ein schöner Ort zum Verweilen und der Erlebte nachhallen zu lassen.