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Ländliche Idylle zwischen Obernai und Bischoffsheim

Wanderung von Obernai zum Kloster Bischenberg und Mont National

Auch wenn es in Obernai einige, meist kleinere Parkplätze gibt, empfehlen wir, das Auto außerhalb der Ringmauer zu lassen. Wir selbst wählen hier stets den Parkplatz Remparts. Wie der Name verrät, befindet sich dieser direkt am alten Befestigungswall. Von dort nutzen wir den Durchlass durch den Rempart Maréchal Foch, kreuzen die Rue de Sélestat und gelangen durch die Rue de Marché zum Startpunkt auf dem Place de Marché, dem Marktplatz.

An sich ist es gut möglich, den ganzen Tag in Obernai, dem ehemaligen Oberehnheim zu verbringen. Sei es, um auf der Ringmauer zu flanieren, in den Läden auf Souvenirjagd zu gehen oder das Elsass in den Restaurants bei zum Beispiel einem Gläsle Wein zum Flammenkuchen von seiner kulinarischen Seite kennenzulernen. Da die Wanderung zum Kloster Bischenberg einem Spaziergang gleicht, bleibt für all dies auch später noch Zeit.

Weinberge nördlich von Obernai
Kulturlandschaft beim Immerschenberg

Damit verlassen wir den Marktplatz auf der Rathausseite und laufen die Rue du Chanoine Gyss zur katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul hinauf. Sie ersetzte 1872 einen gotischen Sakralbau. Sehenswert ist der Obernaier Ölberg aus dem 16. Jahrhundert, der Jesus betend im Garten Gethsemane darstellt.

Oberhalb der Kirche und ihren durchaus sehenswerten Friedhof gelangen wir durch die Rue de la Victoire zur Rue de la Montagne. In diese biegen wir links ab und folgen fortan dem mit gelbem Dreieck markierten Wanderweg Richtung Bischenberg.

Kloster Bischenberg mit der Kirche der Sieben Schmerzen Mariens
Stationenweg beim Kloster Bischenberg

Sowie die in Straße in den Bischoffsheimerweg übergeht und wir die ersten Weinfelder passieren, sehen wir rechts von uns das Gewerbegebiet. Auch wenn das Elsass in erster Linie mit Wein in Verbindung gebracht wird, beansprucht hier die Brauerei Kronenbourg den größten Teil des Gebiets. In etwa auf Höhe der Brauerei biegen wir bei einer Baumgruppe links in den leicht ansteigenden Niederbergweg ab.

Dieser führt uns über Immerschenberg zu einer Siedlung westlich von Bischoffsheim. Hier biegen wir erst rechts, dann links in die Rue de la Chapelle und zum Place des Alouettes ab. Immer noch mit dem gelben Dreieck geht es von dort über den Bischenbergweg und einen monumental angelegten Kreuzweg zum Kloster von Bischenberg. Das Kloster mit der Kirche der Sieben Schmerzen Mariens ist ein beliebter Wallfahrtsort.

Annette beim Kloster Bischenberg
Nationale Denkmal zu Ehren der Zwangsrekrutierten Elsässer und Lothringer
Wegmarke auf dem Bischenberg

Nach der Besichtigung der Kirche folgen wir dem gelben Dreieck durch den Wald in das nur wenige Häuser umfassende Le Kilbs. Dort wechseln wir auf dem mit blauem Punkt gekennzeichneten Weg, folgen diesem rechts und zweigen rund 170 Meter weiter links – direkt hinter einer Mauer – auf einen leicht zu übersehenden Pfad ab. Nachdem dieser kurz die Sicht nach Westen über die Weinberge freigibt, führt er uns als Hohlweg durch den Wald und am Wasserbehälter auf dem Mont National zurück nach Obernai.

Bevor wir ins Zentrum zurückkehren, steuern wir das Nationale Denkmal zu Ehren der Zwangsrekrutierten Elsässer und Lothringer an. Der Aussichtsplatz bietet uns eine schöne Sicht über die Altstadt von Obernai zum Odilienberg. Für den Rückweg können wir dann einfach weiter geradeaus laufen, bis wir wieder auf die Rue de la Montagne treffen. Vom unteren Ende der Straße ist es dann nicht mehr weit bis zur Altstadt, wo sich einige Möglichkeiten bieten, die Runde ausklingen zu lassen.

Weinberge zwischen Bœrsch und Rosheim
Blick vom Denkmal der Zwangsrekrutierten auf Obernai
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