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Hohlandsbourg - Château du Haut-Landsbourg

Burg Hohlandsberg bei Wintzenheim

Eingang in die Hohlandsbourg
Innenhof der Hohlandsbourg mit der Oberburg

An einem sonnigen Wintermorgen standen wir das erste Mal vor der Hohlandsbourg, dem Château du Haut-Landsbourg. Nachdem wir bereits die Pflixburg besucht hatten, sollte dies ein weiterer Höhepunkt einer Wanderung werden. Tatsächlich machen die hohen Mauern der Hohlandsbourg einen verheißungsvollen Eindruck. Damit mussten wir uns jedoch auch schon begnügen. Fürs Erste. Denn die Burg ist erst ab dem ersten Samstag im April geöffnet, eh sie Anfang November in ihren Winterschlaf zurückkehrt.

Der Sommer ist also eine gute Zeit für die auch Burg Hohlandsberg genannte Festung, die wir Mitte Juli ein zweites Mal in Angriff nahmen. Vom Parkplatz an der »Route des 5 châteaux« sind es gut 400 Meter und 25 Höhenmeter bis zum Eingangstor. Noch bevor dieses erreicht ist, gelangen wir zu einer größeren Aussichtsterrasse. Mehrere Bänke laden mit Blick über die elsässische Ebene nach Colmar und über das Rheintal zum Schwarzwald ein. Der Zugang in die Burg erfolgt dann über eine neue Holzbrücke.

Blick von der Ringmauer in den Innenhof der Hohlandsbourg
die 1637 geschleifte Oberburg

Am Scharwachtturm links der ehemaligen Zugbrücke vorbei geht es zunächst in einen kleinen Innenhof sowie zum modernen, aber passend gestalteten Empfangsgebäude der Burg. Außer den Eintrittskarten bekommen wir dort auch einen Plan mit den einzelnen Gebäuden und Funktionsbereichen der Hohlandsbourg. Deutsche Besucher ist das Burg-Team gewohnt, sodass wir schon bald das ursprüngliche Haupttor in die eigentliche Festung treten.

Nach den riesigen Außenmauern ist auch das Innere der Burg beeindruckend. Den Grundstein der Festung hatte der Vogt von Colmar, Siegfried von Gundolsheim, auf Befehl von Rudolf von Habsburg im Jahr 1279 gelegt. Er nutzte die strategisch günstige Lage am Ostrand der Vogesen, um das Münstertal zu überwachen. Damit sollte zugleich die westliche Grenze von Vorderösterreich und die Kaiserstadt Colmar geschützt werden.

Annette auf der Wehrmauer der Hohlandsbourg
Lars auf der größten Ringmauer des Elsass
Westlicher Abschnitt der Ringmauer

Nach mehreren Vergrößerungen im 14. und 15. Jahrhundert durch die Grafen von Lupfen verstärkte Lazarus von Schwendi, ein wichtiger Berater und Heerführer der Habsburger, die Hohlandsbourg in 16. Jahrhundert. Wie bei so vielen Burgen im Elsass endete die Blütezeit der Hohlandsbourg im Dreißigjährigen Krieg. Nach dem Eingreifen Frankreichs in den Konflikt nahmen schwedische Truppen die Festung 1633 ein. Französische Gruppen sollten sie vier Jahre später schleifen. Ob sie dabei gründlich vorgingen, ist allerdings ungewiss.

Denn als Garnisonsburg waren weite Teile im Inneren der Burg ohnehin frei von Bebauung. Auch blieb die zwei Meter dicke und aus Granitstein errichtete Ringmauer erhalten. Die Zerstörung konzentrierte sich damit vor allem auf die Wirtschaftsgebäude und die auf einer Felsspitze erbaute Oberburg. Während die Oberburg auch heute lediglich als Ruine gesichert ist, setzte sich der Kanton Wintzenheim ab den 1970er Jahren für den Erhalt der Hohlandsbourg ein. Mit Erfolg.

Rekonstruierte Wirtschaftsgebäude der Hohlandsbourg
Blick in das Münstertal und zu den Hochvogesen
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